Was kann Gestaltung leisten, wenn sie nicht erst am Ende dazukommt?

Bei der frisch sanierten Kinderphysiotherapie des Spitals Thun war die Bildwelt für uns keine dekorative Schicht, die nachträglich auf die Architektur gelegt wird:

Wir haben sie von Beginn an als Teil des Raumes gedacht – mit einer Geschichte, einer eigenen Logik und einer konkreten Aufgabe:

Hase, Frosch und Eichhörnchen sind deshalb nicht einfach zufällige Motive. Sie tauchen an unterschiedlichen Orten auf, hinterlassen Spuren, schaffen Verbindungen zwischen den Räumen und geben den Kindern immer wieder etwas zu entdecken.

Kleine Details funktionieren anders als grossflächige Bilder, der Flur anders als ein Therapieraum, ein erster Hinweis beim Schuhbänkli anders als eine Szene, die zur Bewegung anregt. So entstand nicht einfach je eine Illustration der drei Tiere, sondern eine zusammenhängende Bild- und Raumwelt mit einer eigenen Logik.

Genau darin liegt für uns auch eine wichtige Haltung von studio elan: Wir trennen Gestaltung nicht in Grafik, Bild und Raum um diese anschliessend wieder zusammensetzen. Wir suchen zuerst nach der Idee, die alles miteinander verbinden kann und eine klare Geschichte erzählt.

Denn Identität entsteht für uns nicht durch möglichst viele sichtbare Gestaltungselemente. Sondern dann, wenn unterschiedliche Mittel gemeinsam eine Geschichte erzählen – und dadurch Orientierung, Atmosphäre oder einen konkreten Mehrwert schaffen.

Bei der Kinderphysiotherapie bedeutete das: eine Umgebung zu entwickeln, die nicht nur kindgerecht aussieht, sondern Neugier weckt, Orientierung gibt und Bewegung und Therapie auf spielerische Weise begleitet.

Danke an das Thun, Spital - STI, für das Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit.

Innenarchitektur: s-raumkonzept gmbh Hansueli Siegenthaler

Produktion/Druck: Baumgartner Trading AG, Celine Baumgartner


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