Ein Buch entsteht im Gespräch.

Seit einigen Monaten treffen wir Menschen, die unser Projekt zu den Amsterdamer Hauseingängen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven begleiten. Manche beschäftigen sich mit Architektur, andere mit Stadtgeschichte, Wahrnehmung oder dem sozialen Leben zwischen Haus und Strasse. Jedes Gespräch bringt neue Erkenntnisse und lässt uns aufs Neue über zentrale Fragen reflektieren.

Mit Architectura & Natura sprechen wir über die Publikation des Buches und darüber, wie das Projekt in Amsterdam verankert werden kann. Die Gespräche mit Common Practice, Machiel Spaan, Walther Schoonenberg, Michel van Dam, Wouter van Elburg und Irene Cieraad erweitern unsere Recherche um lokale, architektonische, historische und gesellschaftliche Perspektiven.

Der fortlaufende Austausch mit Elke Reitmayer und Robert Braissant verbindet unsere Beobachtungen in Amsterdam zudem mit grösseren Fragen: Wie nehmen wir Übergangsräume wahr? Welchen Einfluss haben sie auf Wohlbefinden, Privatheit und Begegnung? Und welche Aufgabe übernimmt Architektur dort, wo Strasse und Zuhause aufeinandertreffen?

Viele dieser Gespräche beginnen bei einem einzelnen Hauseingang und führen schnell weit darüber hinaus. Zu Fragen nach Nachbarschaft, Aneignung, städtischem Alltag oder danach, wie viel Distanz und wie viel Nähe ein guter Übergang eigentlich braucht.

Zurück im Studio liegen inzwischen mehr als 350 dokumentierte Hauseingänge vor uns. Wir ordnen Fotografien, vergleichen Situationen, verschieben Kategorien und versuchen, wiederkehrende räumliche Prinzipien sichtbar zu machen.

So entsteht das Buch Schritt für Schritt: draussen in der Stadt, im Austausch mit anderen und an langen Tagen an unserem eigenen Arbeitstisch.


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Die Schwelle als Stadtraum